Sprachreisen werden bei allen Altersgruppen immer beliebter: Wollten noch vor kurzem vor allem Studenten ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern, so fahren mittlerweile auch viele ältere Menschen zum Lernen nach Italien.
Sprachreisen werden schon seit über fünfzig Jahren in Deutschland angeboten. Gerade Italienisch wurde schnell zu einer der beliebtesten Sprachen, die die Deutschen im Ausland erlernten: Die Begeisterung für das warme, nicht weit entfernte Land mit seiner reichen vergangenen und aktuellen Kultur war gerade in den fünfziger Jahren groß. So können die meisten Sprachschulen in den Metropolen auf eine lange und erfahrungsreiche Tradition zurückblicken, die ihnen in ihrer täglichen Arbeit mit Schülern aus ganz Deutschland zugute kommt.
Eine typische Sprachreise nach Italien dauert zwei bis acht Wochen, wobei die Intensität des Unterrichts individuell festgelegt werden kann: Der Schüler kann sich entscheiden, ob er zusätzlich zum obligatorischen Vormittagsunterricht noch eine Unterrichtseinheit am Nachmittag oder eine Privatstunde beim Lehrer buchen möchte. So kann man jedem Wunsch gerecht werden und auch Schüler, die weniger Zeit für die Sprachreise zur Verfügung haben, können sich nichstdestoweniger deutlich verbessern.
Sinnvoll ist eine solche Reise natürlich in erster Linie für Schüler und Studenten, die in Deutschland bereits Italienisch lernen und ihr mündliches oder schriftliches Können in den Schul- oder Semesterferien erweitern möchten. Nicht zu vergessen sind vor allem für diese Altersgruppe auch die anderen angenehmen Begleiterscheinungen eines Sprachurlaubs in Italien: Er bietet den jungen Leuten die Möglichkeit, mehrere Wochen die Sonne, den Strand und die Kultur des Landes zu genießen, interessante neue Bekanntschaften zu machen und nebenbei noch etwas zu lernen. Aber auch ältere Menschen entdecken die Sprachreise langsam für sich: Gerade im Rentenalter wächst bei vielen der Wunsch, noch einmal etwas Neues zu lernen, neue Erfahrungen zu machen und interessante Eindrücke zu sammeln. Die meisten Veranstalter gehen auf die Bedürfnisse der neuen Kundengruppe ein: Es gibt vielfältige Angebote, die gezielt auf Menschen über 60 zugeschnitten sind und zum Beispiel ein erweitertes Kulturangebot oder auch landestypische Kochkurse enthalten. Auch hier wird auf das individuelle Vorwissen der Schüler Rücksicht genommen- es werden Kurse in allen Schwierigkeitsstufen angeboten.
Bei der Wahl der passenden Sprachschule sollte man darauf achten, ob sie die persönlichen Wünsche und Ansprüche erfüllt: Gibt es Anfänger- bzw. Fortgeschrittenenkurse? Sind diese Kurse dem europäischen Referenzrahmen für Sprachkompetenz angepasst (Niveau A1-C2)? Wie ist die Art der Unterbringung (Apartment mit anderen Schülern, Hotel oder Gastfamilie) und entspricht sie den eigenen Vorstellungen? Wo liegt die Schule und gibt es gute Freizeit- und Kulturangebote? Abgesehen von diesen individuellen Kriterien gibt es natürlich auch solche, die bei jeder Schule erfüllt sein sollten: Sie besitzt einen guten Ruf, beschäftigt professionelle Lehrkräfte und wird meist von der Stadt bzw. vom Kultusministerium unterstützt oder zumindest auf deren Homepage genannt – denn trotz der vielfältigen Vorteile, die eine Italien-Sprachreise bietet, hat sie auch einen Nachteil: Sie ist in aller Regel nicht ganz billig.